18. Tag (Samstag, 17.04.2010) immer noch Los Angeles

18. Tag (Samstag, 17.04.2020) immer noch in Los Angeles

Nach dem Frühstück zur üblichen Zeit (etwa gegen 7.30 h) fahren wir mit den Motorrädern zu Eagle-Rider und kommen dort gegen 11.20 h an. Die Abnahme/Rückgabe der Mopeds verläuft einwandfrei. Wir bekommen das Kennzeichen „NND“ (= No New Demage à kein neuer Schaden). Also haben wir mit unserer Fahrerei einen guten Job erledigt. Nachdem wir uns umgezogen und die Sachen in die Koffer verpackt haben, werden wir zum Flughafen gefahren. Am Lufthansaschalter sind kaum Leute und wir lesen nicht besonders überrascht: „All Flights to Europe Canceld“. Der Vulkan auf Island hat ganze Arbeit geleistet. Einer Internetnotiz entnehmen wir, dass der Gute pro Sekunde 1.000 Tonnen Asche ausspuckt (das ist das Gewicht von über 1000 VW-Polo, einfach unglaublich). Auf unsere Nachfrage hin sagt man uns, dass für wenigstens 72 Stunden, also drei Tage, gar nichts mehr geht. Wir bekommen eine Liste mit einer handvoll Hotels und werden weggeschickt. Dann besorgen wir uns einen Mietwagen bei Hertz und fahren erst einmal zur Pazifikküste. Wir sind gar nicht so entsetzt, dass der Flug ausfällt, denn nur so können wir die Stadt weiter genießen. In Redondo-Beach im Süden von Los Angeles gefällt es uns besonders gut und wir finden auch tatsächlich ein Hotel, das „Palos Verdes Inn“ am 1700 S. Pacific Coast Highway in Redondo Beach, Kalifornien, CA 90277 mit Goran Ljubinovic als Front Desk Manager (Tel. 800 421-9241), soviel Zeit muss sein. Das Hotel ähnelt sehr demjenigen, das wir heute am Morgen verlassen haben, liegt aber eben viel schöner direkt an der Küste.

Wir machen einen ausgiebigen Spaziergang am Strand. Es gibt sehr schöne private Wohnungen an der Strandpromenade, die etwa 20 Meilen lang ist. Der Blick über die Redondo-Bucht ist einmalig. Den breiten Sandstrand durchschneidet ein geteerter Fahrradweg, der in beiden Richtungen bequem zu befahren ist und auch rege genutzt wird. Trotz aller Betriebsamkeit am Strand ist genügend Platz für alle da. Redondo-Beach macht richtig Spaß. Schade, dass wir uns in Las Vegas nicht mit besonders viel Barem haben eindecken können. Wir würden hier sofort eine Ferienwohnung kaufen, genügend „for sale“-Schilder stehen herum.

Unser Abendessen besteht heute aus einem halben Hähnchen mit „Ceasars Salad“. Das hat nichts weiter zu bedeuten, es gab schlicht und einfach keine Hamburger. Gesättigt haben wir dann noch einmal einen Strandspaziergang gemacht und uns dann in unser Zimmer zurückgezogen, um die üblichen Internetarbeiten zu erledigen. Unsere Flüge sind immer noch gestrichen, das erfahren wir aus dem Internetportal der Lufthansa. Es scheint aber, dass wir am Montag zurückfliegen können. Aus den 72 Stunden sind also schon 48 geworden. Aber wirklich Amtliches erfahren wir erst morgen früh. Wenn es Morgen mit dem Fliegen wie erwartet nicht klappt, legen wir einen ausgiebigen Strandtag ein. Hoffentlich holen wir uns dabei keinen Sonnenbrand. Außer unseren Köpfen ist nämlich an uns gar nichts braun geworden. Am Körper sind wir genau so winterlich weiß, wie vor unserer Reise. Motorradfahren hat diesbezüglich seine Nachteile. Wenn es aber mit dem Rückflug länger dauern sollte, können unsere anderen Körperpartien bräunungstechnisch aber garantiert sehr gut aufholen. „We shall see what happend“, wie der Amerikaner (und auch Engländer und die ganzen anderen englischsprechenden Schlauberger) sagen würde.

Kommentare sind geschlossen.